11.07.2024

Der „Zukünfte gestalten“-Fachtag 2024

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Im Herzen von Berlin trafen sich am Dienstag, den 11. Juni 2024, über 110 Personen aus der Bildungslandschaft, um gemeinsam ein spannendes Thema zu diskutieren: Was brauchen wir, um Entrepreneurship Education mit Beruflicher Orientierung an Schule zu verbinden?

Startup Zukunft! lud Pädagog:innen, Mitarbeitende der Bildungsverwaltung, Akteur:innen aus Beruflicher Orientierung und Entrepreneurship Education aber natürlich auch Schüler:innenfirmen in die GLS Sprachschulen ein. Vor Ort erwartete die Teilnehmenden ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit Fachbeiträgen, Deep Dives und Magie.

© Claudia Paulussen / DKJS

Prof. Dr. Nikolaus Risch von der Heinz Nixdorf Stiftung eröffnete den Fachtag gemeinsam mit Anne Rolvering, Geschäftsführerin der DKJS. Mit ihnen auf der Bühne standen auch drei Schülerinnen der Schüler:innenfirma MDS Store. Sie berichteten von ihrer Gründung, der Unterstützung durch den Innovationsfonds von Startup Zukunft! und ihren Erfahrungen aus dem Projekt.

Keynote von Prof. Dr. Günter Faltin

Der Gründer der Teekampagne und ehemalige Hochschullehrer für Entrepreneurship, Prof. Dr. Günter Faltin, leitete die Veranstaltung mit einer Keynote fachlich ein: „Es lohnt sich, in der Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung in Schule auf Entrepreneurship Education zu blicken“. Entrepreneurship bedeute Kreativität, Persönlichkeitsentfaltung und Gestaltungsfreude mit dem Mut, sich von Konventionen zu lösen und Verantwortung zu übernehmen – Eigenschaften, die auch für das (Berufs-)leben für Jugendliche sinnvoll seien.

© Claudia Paulussen / DKJS

“Die Stimmigkeit zur Person ist das erste Tor zur Beruflichen Orientierung. An den Alltags-Interessen der Jugendlichen ansetzen – das ist das zweite Tor. Es geht um die Frage: „Wofür brenne ich? Wofür will ich mich einsetzen?“ – das dritte Tor zur Beruflichen Orientierung.” 

Prof. Günter Faltin

Ein weiterer Fachimpuls wurde von Dr. Tina Fletemeyer beigetragen. Sie hat den Begriff der „selbstverantworteten Erwerbsarbeit“ als fachdidaktisches Bindeglied zwischen Entrepreneurship Education und Beruflicher Orientierung eingebracht und damit einer möglichen Selbständigkeit und Intrapreneurship einen höheren Stellenwert eingeräumt, als sie bisher in der Beruflichen Orientierung haben.

© Claudia Paulussen / DKJS

Das Panel brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen

Auf dem Panel tauschten sich Lorenz Gaede (Referent im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein), Maria Schmidt (stellvertretende Schulleiterin der Janusz-Korczak-Schule Haale/Saale), Nuria Rocabert Aragones (IHK Berlin), Fabian Pfundmeier (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) und Myriam Siems (Grauwinkels Schlossküche Hannover) aus. Myriam Siems berichtete von ihrem persönlichen Werdegang. Während ihrer Schulzeit wurden ihr Ausbildungen vorgeschlagen, die ihr als Schülerin wenig sagten. Auch in ihrer Region gab es keine entsprechenden Betriebe. Ihr Vater – selbst Lehrer – lud Myriam deshalb ein, Teil einer Schüler:innenfirma zu werden, die Süßes produzierte. Dort zeigte ein Konditor den Jugendlichen, wie man Schokolade und eigene Pralinen herstellt, wobei Myriam Siems schließlich ihr Interesse und ihre Leidenschaft für den Beruf entdeckte.

„Innovatives Denken und
Handeln kann man lernen“

© Claudia Paulussen / DKJS

Nach einer Mittagspause mit genügend Zeit für Austausch, Besuche der Schüler:innenfirmenstände und Magie durch einen Zauberer gingen die Teilnehmenden in unterschiedliche Deep Dives. Darin wurden wertvolle Impulse geteilt, wie die Umsetzung von Entrepreneurship Education an der Schnittstelle zur Beruflichen Orientierung gelingen kann. Zum Abschluss kamen die Teilnehmenden in einem sogenannten Fish Bowl zusammen, um ihre Erkenntnisse aus dem Tag zu reflektieren: „Einfach mal machen und den Jugendlichen Räume geben, um sich auszuprobieren – das nehme ich mit“, resümierte eine Lehrkraft.

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