Handreichung: Digitalisierung in Schüler:innenfirmen
In der Handreichung für pädagogische Begleitkräfte erklären wir, wie digitale Kompetenzen in Schüler:innenfirmen vermittelt werden können und was rechtlich zu beachten ist.
Diese Handreichung stellt ein Begleitmaterial der Website www.klasse-zukunft.de dar, die Schülerfirmen in ihrem Digitalisierungsprozess unterstützt. Lehrkräfte erhalten in dem Material hilfreiche Informationen für die Arbeit mit der Website und dem Umgang mit Digitalisierungsmaßnahmen im Schulkontext. Pädagogische Begleitkräfte können zum Beispiel agile Arbeitsmethoden bei der Teamarbeit nutzen oder gemeinsam mit ihren Schüler:innen die Arbeitswelt 4.0 bei Unternehmensbesuchen und in Makerspaces erkunden. Neben vielen Praxistipps klärt das Handbuch auch wichtige rechtliche Fragen zu Datenschutz und Urheberrecht.
Die Handreichung beruht auf Erkenntnisse des Modellprojekts #SchülerfirmenDigital, in denen Berater:innenteams zahlreiche Digitalisierungsprozesse von Schülerfirmen in Berlin, Brandenburg und Thüringen unterstützte, und richtet sich an pädagogische Begleitungen von Schülerfirmen.
Die Inhalte im Überblick:
Modellprojekt#SchülerfirmenDigital
Von 2019 bis 2021 war es Ziel von Startup Zukunft!, im Rahmen des Modellprojekts #SchülerfirmenDigital herauszufinden, wie Schüler:innenfirmen optimal dazu beitragen können, Kompetenzen zu fördern, die in der digitalen Welt notwendig sind: Welche Lernerfahrungen sind möglich, wenn Schüler:innenfirmen sich auf unterschiedlichen Ebenen digitalisieren? Welche Impulse können durch eine gute Begleitung angeregt werden?
In diesem Kapitel teilen wir Erkenntnisse aus dem Modellprojekt und stellen ausgewählte Schüler:innenfirmen vor.
Die Rolle der Lehrkraft
In Schüler:innenfirmen entwickeln Kinder und Jugendliche eigene Geschäftsideen
und setzen diese selbstständig um. Bei der Methode steht die Erfahrung von Selbstwirksamkeit im Vordergrund. Als engagierte Lehrkraft sollten Sie den Handlungsspielraum ihrer Schüler:innen nach Möglichkeit nicht zu sehr einschränken.
In diesem Kapitel gehen wir kurz auf die Aufgaben ein, die Ihnen als Lehrkraft zuteil werden.
Digitale Kompetenzen
Themen wie digitale Kommunikation und soziale Medien besitzen auch über den
Schulkontext hinaus große Relevanz für die Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen
und eignen sich daher gut für die Vermittlung wichtiger Grundlagen im Umgang mit Medien und Technik. Die professionelle Nutzung sozialer Plattformen erweitert außerdem die Perspektive der Jugendlichen und sensibilisiert für Fragestellungen, die sonst oft ausgeblendet bleiben: Wie gewinnen Unternehmen Aufmerksamkeit? Wozu werden eigentlich Daten gesammelt und an welche Datenschutzvorgaben müssen sie sich halten?
In diesem Kapitel finden Sie eine Kompetenztabelle mit Lernzielen und Lernanlässen.
Möglichkeiten für die Praxis
Im Rahmen von #SchülerfirmenDigital erforschten wir auch, wie Digitalisierung in der Praxis funktioniert. Dabei entwickelten und erprobten wir eine Methode, die Schüler:innen die ersten Schritte in die Digitalisierung erleichtern soll. Zusätzlich bildeten wir die Teilnehmenden in der Anwendung verschiedener agiler Arbeitsmethoden aus, die wir Ihnen in diesem Kapitel vorstellen. Wenn sich Ihre Schüler:innenfirma außerdem für digitale Herstellungstechniken interessiert, haben wir einige Tipps für Sie, wie Sie Unternehmensbesuche gestalten oder sogar einen eigenen Makerspace an Ihrer Schule aufbaue können.
Schutz und Sicherheit
Die Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken der Digitalisierung befähigt Kinder und Jugendliche zu einem selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien und Technologien. Daher ist es unbedingt notwendig, dass Sie mit Ihren Schüler:innen auch die negativen Auswirkungen des digitalen Wandels thematisieren, um ein Bewusstsein für den Schutz von Persönlichkeitsrechten und Umwelt zu schaffen und sich rechtlich abzusichern.
In diesem Kapitel finden Sie u.a. eine Reihe von Empfehlungen aus den Bereichen Datenschutz und Urheberrecht, die allerdings keine Rechtsberatung darstellen und eine professionelle Beratung, welche die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigt, auch nicht ersetzen können.