24.08.2026
Zwischen Stärken-Werkstatt und starken Frauen
Sechs Schülerinnen der Zuckmayer-Schule haben sich einen Vormittag lang Zeit genommen, um über ihre eigenen Stärken nachzudenken, Ideen zu entwickeln – und einer echten Gründerin ganz nah zu kommen. Der Ort war passend gewählt: das Genossenschaftsforum in Berlin, ein Ort, der für gemeinschaftliches Wirtschaften und Selbstorganisation steht.
Im Zentrum des Workshops stand die Frage: Wer erfindet eigentlich die Welt? Zum Einstieg sammelte die Gruppe Namen von Frauen, die etwas erfunden oder gegründet haben – aus dem eigenen Alltag, aus dem Internet, egal woher. Das Ergebnis war, wie so oft bei dieser Übung, zunächst überschaubar. Und genau das war der Punkt: Weit mehr Dinge, die wir täglich nutzen, gehen auf Frauen zurück, als den meisten bewusst ist – so zum Beispiel die WLAN-Technologie, die auf eine Erfindung von Hedy Lamarr zurückgeht. Bei den Schülerinnen kam diese Einstiegsfrage besonders gut an: Sie sei ein echter Aha-Moment gewesen, so das Feedback am Ende des Tages.
Stärken entdecken, Ideen spinnen
In der Stärken-Werkstatt ging es anschließend darum, herauszufinden: Was kann ich eigentlich richtig gut? Und was würden meine Freundinnen über mich sagen? In Einzel- und Gruppenarbeit fanden die Teilnehmerinnen ihre persönlichen Stärken – und erkannten auch die ihres Teams.
Mit der Protobot-Methode, einer Kreativtechnik, ging es danach in die Ideenentwicklung: Zufällig kombinierte Produktkategorien und Zielgruppen wurden zu Ausgangspunkten für neue, mal pfiffige, mal völlig verrückte Geschäftsideen. Die Ergebnisse hielten die Schülerinnen auf einer Visionskarte fest – mit Stärken, Idee, Zielgruppe und einem eigenen Namen samt Slogan.
Im Gespräch mit Munay Zamorano
Der Höhepunkt des Tages war für viele Teilnehmerinnen die Begegnung mit Munay Zamorano. Munay hat mit 23 Jahren das Startup übernommen, in dem sie zuvor gearbeitet hatte, und gründete einen Naturkosmetik-Onlineshop. Heute ist sie als Speakerin und Mentorin für Gründerinnen unterwegs. Sie hörte den Präsentationen der Schülerinnen aufmerksam zu, bevor sie in einer offenen Gesprächsrunde von ihrem eigenen Weg erzählte: von Momenten des Zweifelns, von der Entscheidung, eine Idee einfach umzusetzen, und davon, wie es sich anfühlt, für die eigene Idee einzustehen. Im Feedback am Ende des Workshops war sich die Gruppe einig: Genau diese Begegnung mit Munay war für sie der wertvollste Teil des Tages.
Ein Anfang, kein Ende
Am Ende des Vormittags ging der Blick nach vorn: Was die Schülerinnen an diesem Tag entwickelt haben, kann der Anfang von etwas Größerem sein. An ihrer Schule besteht die Möglichkeit, eine eigene Schüler:innenfirma zu gründen; mit eigenen Ideen, eigener Verantwortung und jeder Menge Raum zum Ausprobieren.
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