26.08.2026
EE.kompakt – Impulse für unternehmerisches Denken in der beruflichen Bildung
Wie können berufsbildende Schulen junge Menschen darin unterstützen, unternehmerisch zu denken und kreative Lösungen für die Arbeitswelt von morgen zu entwickeln? Mit der digitalen Impulsreihe EE.kompakt lädt das Programm Startup Ausbildung! Lehrkräfte, Schulleitungen und Vertreter:innen der Verwaltung dazu ein, Grundlagen von Entrepreneurship Education und erste praxisnahe Ansätze für den Unterricht kennenzulernen.
In 45-minütigen Online-Impulsen bringen Expert:innen wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zusammen. Dabei stehen sowohl die Grundlagen von Entrepreneurship Education als auch ihr direkter Nutzen für Schüler:innen an berufsbildenden Schulen im Mittelpunkt. Vorgestellt werden praxisnahe Methoden, mit denen die Lernenden beim Entwickeln eigener Ideen und Lösungen für reale Herausforderungen unterstützt werden können. Auf diese Weise können zentrale Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Eigeninitiative, Problemlösefähigkeit oder Teamfähigkeit gezielt gefördert werden.
Im Folgenden finden Sie die anstehenden Impulsveranstaltungen:
16. September 2026 I 15:00 – 15:45 Uhr.
#5: Political Entrepreneurship Education: Ein Weg aus dem politischen Ohnmachtsgefühl?
Politische Entscheidungen betreffen junge Menschen unmittelbar. Dennoch erleben viele von ihnen nur wenige Möglichkeiten, selbst Einfluss zu nehmen und gesellschaftliche Entwicklungen mitzugestalten. Wenn politische Prozesse als komplex, schwer zugänglich oder weit entfernt von der eigenen Lebenswelt wahrgenommen werden, kann das Gefühl entstehen, mit den eigenen Anliegen wenig bewirken zu können.
Florian Frenz stellt mit Political Entrepreneurship Education einen Bildungsansatz vor, der politische Gestaltungskompetenz und demokratische Teilhabe stärkt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Selbstwirksamkeit im schulischen Kontext gefördert und junge Menschen dazu ermutigt werden können, Demokratie aktiv mitzugestalten.
Ergänzend berichtet Wencke Hübner von ihren Erfahrungen mit dem Bildungsansatz. Sie ist Lehrerin für Berufliche Bildung, Sozialpädagogik und WirtschaftPolitik (WiPo) an der Hannah Arendt Schule in Flensburg und gibt im Rahmen der Veranstaltung Einblicke in die Umsetzung im Unterricht.
Eine Anmeldung ist hier möglich.
Durchgeführte Veranstaltungen:
Eigene Ideen in die Tat umsetzen: Grundlagen der Entrepreneurship Education
Was bedeutet Entrepreneurship Education und wie lässt sich unternehmerisches Denken und Handeln im (Berufs-)Schulalltag fördern? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung mit PD Dr. Mark Euler.
Von der Studie ins Klassenzimmer: Unternehmerisches Denken und Handeln wirksam fördern
Welche Bedeutung haben unternehmerische Kompetenzen für junge Menschen und wie können wir sie fördern? Antworten liefert die forsa-Befragung von jungen Menschen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Bertelsmann Stiftung. Johanna Okroi, Mit-Autorin der Studie, stellte die zentralen Ergebnisse vor.
Die Studie zeigt: Junge Menschen denken unternehmerisch, haben aber zu wenig Gestaltungsspielraum. Wie Schulen diesen Raum öffnen können, wird sowohl in den Ergebnissen als auch in konkreten Praxiserfahrungen deutlich. Ole Schröder von der Beruflichen Schule Hamburg-Harburg (BS18) gab praxisnahe Einblicke, wie unternehmerisches Denken und Handeln an seiner Schule gelebt und gelehrt wird.
Intrapreneurship?! Eine Kultur der Selbstständigkeit in Schule stärken
Berufsbildende Schulen bereiten junge Menschen auf die Tätigkeit in Betrieben vor und vermitteln fachliche sowie berufliche Kompetenzen. Unternehmerische Kompetenzen stehen traditionell aber eher gegensätzlich zu der Ausbildung an Fachkräften. In der dritten Ausgabe hat Dr. Andreas Slopinski aufgezeigt, wie Intrapreneurship als ein praxisnaher Zugang unternehmerisches Handeln innerhalb bestehender Strukturen ermöglichen kann.
Anschließend folgte ein Blick in die Praxis: Im Gespräch mit Hannes Stiepel von der Berufsfachschule BS Neustadt ging es u.a. um Frage, wie eine Kultur der Selbstständigkeit gelebt und umgesetzt werden kann und welche Rolle Lehrkräfte dabei einnehmen.
Vom Stundenplan zur Geschäftsidee: Schüler:innenfirmen als Methode der Entrepreneurship Education
Was sind Schüler:innenfirmen und welche Potenziale bieten sie im (Beruf-)Schulalltag? Worin unterscheiden sie sich von Übungsfirmen? Und was hat es mit dem „Mikro-Makro-Problem“ auf sich? Diese und weitere Fragen beleuchtete Prof. Dr. Vera Kirchner von der Universität Potsdam in ihrem Impuls.
Im Anschluss gab Nadine Heinrichs, stv. Schulleiterin am Konrad- Wachsmann-Oberstufenzentrum in Frankfurt (Oder), Einblicke in die Praxis. An ihrer Schule bestehen derzeit zwei Schüler:innenfirmen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Im Gespräch berichtete sie, welche inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt werden und wie die Methode konkret in den Schulalltag eingebunden sind.